Ultha – Dismal Ruins

Ziemlich überraschend hauen ULTHA auf einmal eine neue EP heraus. Gerade ein Jahr nach dem großartigen Debüt “Pain Cleanses Every Doubt”, kommt “Dismal Ruins” mit zwei epischen Songs. Ursprünglich war das Material für eine gemeinsame Split mit den ebenfalls großartigen Paramnesia geplant. Leider haben diese sich aber zwischenzeitlich aufgelöst – zumindest, soweit ich das recht mitbekommen habe. Auf dem offiziellen Blogspot finden sich leider keinerlei Informationen und eine Facebook-Präsenz hat die Band leider nicht. Wie dem auch sei, schlussendlich wurde der Beitrag von ULTHA als einseitige 12″ EP mit Siebdruck auf der Rückseite über Vendetta Records veröffentlicht. Limitiert auf 350 Stück. Da sollte man sich ranhalten, wenn man eine Platte in den Händen halten will!

Das neue Lied “…And They Carried Death In Their Eyes” zeigt sich auf ähnlichen Weg, den bereits das Debüt genommen hat. Epischer USBM mit griffigen Momenten und einem stimmigen Song-Fluss. Erhabene Momente treffen auf brutales Geballer, der Gesang wechselt von Rs tiefen Growls zu den fiesen Schreien von C. Dazu begleiten dezente Synthie-Wände. Dann folgt ein langsamerer, getragenerer Teil, lässt die Keyboards weiter in den Vordergrund, umspielt zwischen Spoken-Words und klarem Gesang, steigert sich logisch immer weiter. Gerade der Schluss des Liedes ist unglaublich mächtig und rundet “… And They Carried Death In Their Eyes” famos ab.

“Ghost Walking” ist ein Cover der Deathrock-Band Mighty Spincter. Grundsätzlich orientiert sich Struktur und Vibe sehr nahe am Original. Eher monoton, getragen. Und auch der zähe, fast schon chorale Gesang kommt nahe an die ursprüngliche Intonation heran. Doch untermalen ULTHA stark mit den neu erworbenen Keyboards und steigern den Song mächtig immer weiter. Spätestens, wenn die fiesen Schreie von C unterstützend einsetzen, ist diese Interpretation eine unaufhaltsame Walze, die sich zum Schluss auch an den Gitarren immer weiter aufbaut. Vielleicht ist die Geschwindigkeit und Epik im ersten Moment ungewöhnlich, doch gerade das macht den Song spannend. Denn atmosphärisch ist das Cover mindestens genau so ein düsteres Monster wie die neue Nummer von ULTHA.

So überraschend die Veröffentlichung dieser epischen 18 Minuten auf einmal kam, so intensiv sind ULTHA weiterhin. Die Ergänzung des Repertoires um Keyboards machen den Sound der Band noch intensiver, atmosphärischer. Und alleine “… And They Carried Death In Their Eyes” macht Hunger auf weiteres Material. Demnächst als Split mit Morast, und hoffentlich zum Winter hin mit dem zweiten Album. Solange gilt nach wie vor: Größte Empfehlung für ULTHA und “Dismal Ruins”!

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