Review: Boden - Boden

Die Vermengung von Black Metal mit anderen Stilistiken, Post-Rock, Doom, Hardcore, ist heute keine Seltenheit mehr. Häufig sind diese Experimente spannende Erweiterungen des musikalischen Horizonts. Doch zuweilen birgt ein solcher Stilmix auch seine Stolpersteine. Und an diesen straucheln die Stuttgarter BODEN auf ihrem selbstbetitelten Debüt noch etwas.

So legt “Correspondance” schon mal ordentlich vor. Entspringt dem Drone, steigert sich fies und mürbend. Doch spätestens nach dem Sample von Charles Baudelaire ist so ziemlich die Luft aus dem Song raus und der bisherige Eindruck bekommt einen eher fahlen Beigeschmack; so richtig harmoniert der Post-Rock-Abschluss nicht.

Glücklicherweise verfolgt direkt “Morphin” einen etwas anderen Ansatz, crusty Uptempo, dreckiger Groove und verstörende Atmosphäre, alles überzeugt. Da passt auch der eher hoffnungsvolle Vibe zum Schluss des Liedes und macht den Track zur besten Nummer der EP.

Die anschließenden “Shine” und “The Light Inside Is Broken” bringen wieder etwas mehr Post-Rock ein und sind ganz ordentlich. Hier und dort versuchen einen die verträumten Momente mitzuziehen und der grobe Black Metal Hammer niederzuwalzen. Nicht so richtig mitreißend, aber durchaus gut gemacht.

Immer wieder flammt angenehme Atmosphäre auf. Mal etwas verträumter, gelegentlich melancholisch und dann wieder Hoffnungsvoll. Doch im Gesamtbild ist dieses Debüt noch etwas zusammengewürfelt. BODEN sind noch etwas auf der Selbstfindung. Die Grundlagen stehen, aber so richtig überzeugt die selbstbetitelte EP dann doch nicht.